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Sanierung des Waldbades

Das Waldbad Bomlitz bietet seit vielen Jahren den Bürgern aus der Region und Touristen Abkühlung, Erholung und Spaß. Es liegt idyllisch am Rand von Bomlitz und bietet Jung und Alt abwechslungsreiche Freizeitmöglichkeiten. Im Fusionsvertrag zwischen der Gemeinde Bomlitz und der Stadt Walsrode wurde daher auch festgehalten, den Freibadstandort Bomlitz mittel- und langfristig zu sichern.

So schön das Bad aber auch liegt und in vielerlei Hinsicht ist, fällt bei einer genaueren Betrachtung auf, dass es erhebliche altersbedingte Mängel aufweist. Insbesondere sind die Schwimmbecken teils beschädigt und auch energetisch ist das Waldbad nicht mehr auf dem aktuellen Stand. Viele Reparaturen sind kaum noch möglich, da es keine Ersatzteile mehr für die Ausstattung und Technik gibt – und wenn doch, nur sehr teuer.

Wer das Waldbad genauer kennt, kennt auch die schönen Brücken, die über die Schwimmbecken führen. Dennoch liegt genau hier auch ein Problem für Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen, die sich nicht frei im Bad bewegen können. Barrierefreiheit – Fehlanzeige!

Diese vielen Punkte sollen nun mit einer Umstrukturierung und Sanierung des Waldbades angegangen werden. Die Stadt Walsrode hat sich für Mittel aus dem Bundesförderprogramm “Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ beworben. Aus diesem Programm stehen nun 3 Millionen Euro zur Verfügung, um das Waldbad zu modernisieren. Diese Mittel werden jedoch nicht ausreichen, um alle notwendigen Arbeiten im Bad durchzuführen. Stand 2021 muss mit zusätzlichen 4,5 Millionen Euro gerechnet werden, die bereits in die nächsten Haushaltsjahre eingestellt wurden.

Für die Fraktion der Bürgerliste stand es außer Frage, dass eine Sanierung des Waldbades dringend notwendig ist und die Bundesfördermittel von 3 Millionen € hierzu genutzt werden sollten. Dennoch waren insbesondere die Ratsmitglieder Werner Friedrichsen und Wolfgang Puschmann nicht einverstanden, dass sich am Ende für die teuerste Sanierungsvariante entschieden wurde. Ein Dorn im Auge war es für Werner Friedrichsen, dass die 50 Meter-Bahn für eine 25-Bahn weichen soll.

Zusätzlich soll es zukünftig aber ein Aktiv-Becken geben, in dem Wassergymnastik möglich ist und für Kinder- und Jugendliche eine Art Parcours aufgebaut werden kann. Dieses Freizeitangebot bewegte die weiteren anwesenden Fraktionsmitglieder für die Sanierung mit acht 25-Meterbahnen und dem Aktivbecken zu stimmen. Sie erhoffen sich eine höhere Attraktivität für Touristen und Jugendliche.

Ganz dem Motto „keiner Partei verpflichtet – nur der Vernunft“ stimmten die Fraktionsmitglieder der Bürgerliste bei der entscheidenden Ratssitzung also unterschiedlich ab. Auf der einen Seite gab es die Argumente für den Erhalt der 50Meter-Bahn, insbesondere für Sport- und Vielschwimmer. Ebenfalls wäre eine Sanierung mit einem 50-Meterbecken günstiger gewesen als die Variante 25-MeterBahnen + Aktivbecken.

Auf der anderen Seite überzeugten die neuen Freizeitmöglichkeiten für die Sanierung mit einem Aktivbecken.

Doch in Einem waren sich alle einig: Die Bundesfördermittel werden an der richtigen Stelle ankommen und der Sicherung des Waldbadstandortes sind wir einen großen Schritt näher gekommen. Die neue Stadt Walsrode wird in der Zukunft über ein attraktives Waldbad verfügen, was hoffentlich von Ihnen, liebe Bürger und Bürgerinnen auch (noch mehr) genutzt wird.

Walsrode im November 2021

Die rechts zu sehenden 50-Meterbahnen wird es zukünftig nicht mehr geben.

Die rechts zu sehenden 50-Meterbahnen wird es zukünftig nicht mehr geben.

Dafür wird es ein zusätzliches Aktiv-Becken geben, um insbesondere jüngeren Besuchern eine weitere Attraktion zu bieten.

 

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